HNO Praxis Düsseldorf-Derendorf

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Neugeborenen-Hörscreening

Ein Hörscreening ist notwendig, um frühzeitig Hörstörungen zu erkennen und therapieren zu können. Ca. 1 von 1000 Neugeborenen ist von einer beidseitigen therapiebedürftigen Hörstörung betroffen. Als Folge davon können Schwierigkeiten in der sprachlichen, psychosozialen und intellektuellen Entwicklung entstehen;  dies insbesondere bei verzögerter Diagnosestellung und verspätetem Therapiebeginn. Wird die Schwerhörigkeit zu spät erkannt, meist erst im zweiten oder dritten Lebensjahr, ist die Folge eine verzögerte und eingeschränkte Sprachentwicklung.  Dies kann man heute durch Frühförderung und eine moderne Hörgeräte-Technologie vermeiden. Ein Screeningprogramm zur Früherkennung von schweren Hörstörungen schafft die Voraussetzung für eine frühzeitige Diagnosestellung und Einleitung von Therapiemaßnahmen innerhalb der ersten sechs Monate.

Die Einführung des Hörscreenings mittels transitorisch evozierter otoakustischer Emissionen (TEOAE) und der Hirnstammaudiometrie (AABR) ermöglicht es uns heutzutage, Hörstörungen frühzeitig zu erkennen und zu therapieren.

Das Hörscreening sollte idealerweise um den dritten bis fünften Lebenstag oder aber vor Entlassung aus der Geburts- beziehungsweise Kinderklinik erfolgen. Ist der Befund des Hörscreenings kontrollbedürftig, sollte er noch in der Geburts- beziehungsweise Kinderklinik mit einer AABR kontrolliert werden. Ist dies nicht möglich, wird die Kontrolluntersuchung ausnahmsweise spätestens bis zur U3 beim Kinder- oder HNO-Arzt angestrebt.