HNO Praxis Düsseldorf-Derendorf

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Zungenbändchen-OP/ Frenulotomie/ Frenuloplastik

Das Zungenbändchen (=Frenulum linguae) ist eine mit Schleimhaut überzogene muskuläre Falte, welche die untere Zungenfläche mit dem Mundboden verbindet. Bei etwa 5% aller Neugeborenen ist dieses Zungenbändchen zu kurz geraten, wodurch die Zunge in ausgeprägten Fällen in ihrer Beweglichkeit beeinträchtigt sein kann.

Ein stark verkürztes Zungenbändchen kann schon im Säuglingsalter zu Schwierigkeiten beim Saugen, Trinken und Schlucken führen. Schlimmstenfalls kann das Stillen unmöglich werden.

Später kann sich ein verkürztes Zungenbändchen negativ auf die Sprachentwicklung auswirken. Insbesondere sind dabei die Laute betroffen, die mit Hilfe der Zungenspitze gebildet werden (=d, t, l, n, s).

In einem kleinen ambulant durchführbaren Eingriff wird die Verwachsung des Zungenbändchens gelöst und so wieder Bewegungsspielraum für die Zunge geschaffen.

Manchmal reicht es aus, das Zungenbändchen nur durch einen kleinen Schnitt zu durchtrennen (=Frenulotomie). Bei ausgeprägteren Fällen wird eine sogenannte Frenuloplastik durchgeführt. Dabei wird das Zungenbändchen Z- oder V/Y-förmig eingeschnitten. Die hierdurch entstandene Verlängerung anschließend mit selbstauflösenden Fäden vernäht.