HNO Praxis Düsseldorf-Derendorf

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Adenotomie / Entfernung der Rachenmandel (="Polypen")

Die Rachenmandel (=Adenoide Vegetationen), volkstümlich "Polypen" genannt, befindet sich oberhalb des Zäpfchens im Nasenrachen zwischen den beiden Öffnungen zu den Ohrtrompeten (=Eustachische Röhren). Häufig ist die Rachenmandel nicht nur krankhaft vergrößert, sondern auch chronisch entzündet und besonders bei Kleinkindern ein Reservoir für Krankheitserreger. Die Kinder leiden unter einer chronisch verstopften Nase, in deren Folge es zu Schnarchen, einer überwiegenden Mundatmung und damit einer erhöhten Infektanfälligkeit kommt. Kinder, bei denen durch die vergrößerte Rachenmandel auch die Belüftung der Mittelohren über die Eustachische Röhre gestört ist, neigen zu sogenannten Paukenergüssen mit entsprechenden Schwerhörigkeiten oder auch Mittelohrentzündungen.

Durch diesen kleinen, relativ harmlosen Eingriff der operativen Entfernung der Rachenmandel (=Adenotomie), wird die Belüftung der Nase und der Mittelohren wiederhergestellt.

In Vollnarkose (=Allgemeinanästhesie) wird die Rachenmandel von der Rachenhinterwand schonend abgetragen. Zur Blutstillung reicht meist die kurze Einlage eines blutstillenden Gaze-Tupfers. 

Nach dem Eingriff bleibt das Kind 5 Tage zuhause und sollte in dieser Zeit keinen Sport treiben bzw. nicht am Kinderturnen teilnehmen. Lauwarmes Duschen ist ab dem 1. Tag nach der OP möglich.

Im Regelfall ist mit der Entfernung der Rachenmandel die Beschwerdesymptomatik behoben. Allerdings hat die Rachenmandel, anders als die Gaumenmandeln, keine Kapsel, sodass trotz sorgfältiger Kürettage die Möglichkeit besteht, dass kleine Reste verbleiben. Diese Reste können in seltenen Fällen erneut wuchern und Beschwerden verursachen.