HNO Praxis Düsseldorf-Derendorf

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Paukendrainage / Paukenröhrcheneinlage

Für ein normales Hörvermögen ist neben einem intakten Innenohr auch ein einwandfrei funktionierendes Mittelohr (=Paukenhöhle) erforderlich. Nur in einer gut belüfteten Paukenhöhle kann die Gehörknöchelchenkette (bestehend aus Hammer, Amboss und Steigbügel) den Schall einwandfrei übertragen.

Eine gestörte Belüftung des Mittelohres führt zu einer Sekretbildung (=Paukenhöhlenerguss) und so zu einer gestörten Schallübertragung, da das Trommelfell und die Gehörknöchelchenkette in ihrer Schwingungsfähigkeit beeinträchtigt sind. Diese so entstandene Mittelohrschwerhörigkeit nennt man daher auch Schallleitungsschwerhörigkeit.

 

OP: Parazentese/ Trommelfellschnitt

In örtlicher Betäubung wird das Trommelfell unter dem Mikroskop mikrochirurgisch eröffnet und das Sekret aus der Paukenhöhle abgesaugt. Dies führt in der Regel zu einer unmittelbaren Verbesserung des Hörvermögens. Der kleine Trommelfellschnitt heilt in wenigen Tagen spontan.

Bis zum Verschluss des Trommelfells sollte kein Wasser in die eröffnete Paukenhöhle gelangen. Daher die Ohren beim Baden oder Duschen mit Watte abdichten.

OP: Paukenröhrcheneinlage

Falls für mehrere Monate eine dauerhafte Belüftung des Mittelohres sichergestellt werden soll, wird -ebenfalls in Lokalanästhesie- nach Durchführung der Parazentese ein kleines Paukenröhrchen aus Titan in das Trommelfell eingesetzt.

Auch bei einem liegenden Paukenröhrchen darf kein Wasser in das Mittelohr gelangen.

Der Durchmesser eines  Paukenröhrchens beträgt aber nur ca. 1 mm. Damit Wasser eindringen kann, ist ein Druck von ca. 80 cm Wassersäule erforderlich. Baden, Duschen und Haarewaschen sind daher ohne Schutz möglich, solange kein Badezusatz verwendet wird.

Schwimmer sollten sich einen speziell angepassten Gehörgangschutz (=Otoplastik) beim Hörgeräteakustiker anfertigen lassen.