HNO Praxis Düsseldorf-Derendorf

HNO Praxis Düsseldorf-Derendorf

Paukendrainage / Paukenröhrcheneinlage

Für ein normales Hörvermögen ist neben einem intakten Innenohr auch ein gut funktionierendes Mittelohr erforderlich. Dies setzt voraus, dass die Gehörknöchelchenkette in einem gut belüfteten Mittelohr den Schall suffizient übertragen kann.

Durch eine gestörte Belüftung des Mittelohres (=Paukenhöhle) entsteht ein permanenter Unterdruck, der zu einer Sekretbildung (=Erguss) im Mittelohr führen kann. Dieses Sekret behindert das Trommelfell und die Gehörknöchelchenkette in ihrer Schwingungsfähigkeit und führt damit zu einer gestörten Schallübertragung auf das Innenohr. Diese so entstandene Mittelohrschwerhörigkeit nennt man daher auch Schallleitungsschwerhörigkeit.

 

OP: Parazentese/ Trommelfellschnitt

Ziel ist die Wiederherstellung der freien Mittelohrbelüftung durch Absaugen des Paukenhöhlenergusses. Dieser kleine Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt und führt in der Regel zu einer unmittelbaren Verbesserung des Hörvermögens. Der kleine Trommelfellschnitt heilt in wenigen Tagen spontan.

OP: Paukenröhrcheneinlage

Manchmal muss für mehrere Monate eine dauerhafte Belüftung des Mittelohres sichergestellt werden. In diesen Fällen wird -ebenfalls in Lokalanästhesie- ein kleines Paukenröhrchen aus Titan in das Trommelfell eingesetzt.

Nach dem Eingriff: 

Trommelfellschnitt: Es darf kein Wasser in den Gehörgang gelangen. Die Ohren müssen ca. 14 Tage beim Baden und Duschen mit Watte  abgedichtet werden, bis sich das Trommelfell wieder geschlossen hat.

Paukenröhrcheneinlage: Der Durchmesser eines  Paukenröhrchens beträgt nur ca. 1 mm. Damit Wasser eindringen kann, ist ein Druck von ca. 80 cm Wassersäule erforderlich. Baden, Duschen und Haarewaschen sind daher ohne Schutz möglich, solange kein Badezusatz verwendet wird.

Schwimmer sollten sich einen speziell angepassten Gehörgangschutz (=Otoplastik) beim Hörgeräteakustiker anfertigen lassen.